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10. Runde: SV Stockerau – SV Langenzersdorf 6:0 (5:0)

Dienstag, 14.6.2011, 16:30, Alte Au (Stockerau)

 

Sag zum Abschied leise ‚Servus‘!

Daran hielten sich Jenciragic und Krusic jedoch nicht. Beide werden den Verein voraussichtlich verlassen und trugen mit ihren 6 Toren zu einem alles andere als leisen Abschied bei. Durch diesen Sieg gelang es erstmals die Meisterschaft (Oberes Play Off) nach Stockerau zu holen!

Zum Spiel selbst ist nicht viel zu sagen. Nur so viel, dass Rahic, Katarinic und Knezevic von den Eltern eigens von der Schulprojektwoche im Burgenland abgeholt wurden, um im letzten Spiel für den Sieg (und damit für den Meistertitel) zu garantieren. Vor allem in der ersten Halbzeit spielte man eines Meisters würdig. Spielte zahlreiche Torchancen heraus und führte bereits zur Pause mit 5:0. Die Langenzersdorfer versteckten sich aber nicht, und zwangen Torwart Jukl zu zwei Paraden. Bedingt durch die zahlreichen Wechsel und kleineren Experimenten (Kapitän Schlee im Sturm) verflachte das Spiel etwas. Das 6:0 durch Jenciragic fiel aus einer der wenigen wirklichen Torchancen der 2. Spielhälfte. Als Schiedsrichter Hauser nach 60 Minuten für den letzten Pfiff der Saison sorgte, war es endlich vollbracht. Die U11 des SV Stockerau ist erstmals Meister im Oberen Playoff.

Gründe für den Meistertitel gibt es viele:
-Abwehr: Der SVS stellt die beste Abwehr der Liga. (nur 12 Gegentore; 1,2 T/Spiel)
-körperliche Überlegenheit: In keinem einzigen der 10 Saisonspiele hatte man Probleme mit der Kondition bzw. den Kräften. Im Gegenteil. Das Geduldsspiel in Retz wurde hoch gewonnen. In Laa rettete man den Meisterschaftsentscheidenden Punkt in der Nachspielzeit.
-hohes Tempo: Vor allem über die Außenspieler entwickelten wir enormen Druck. Außerdem war das Balltempo in jedem Spiel enorm hoch, was uns besonders in den ersten 30 Minuten jedes Spiels Überlegenheit verschaffte.
-„Zentrum“: Die Zusammenspiel der beiden zentralen Mittelfeldspieler funktionierte tadellos. Die zahlreichen Ballgewinne im Mittelfeld waren verantwortlich für zahlreiche Tore durch Tempogegenstöße.
-Teamgeist: Im Laufe der Saison wurden insgesamt 16 Spieler eingesetzt. Da nur 9 Spieler auf dem Platz stehen können, ist es normal, dass manche Spieler weniger Einsatzzeit bekamen als andere. Jedoch entstand seitens dieser Spieler nie schlechte Stimmung. Im Gegenteil: Jeder Spieler der eingewechselt wurde, erfüllte seine Aufgaben tadellos und ist mitverantwortlich für den Erfolg.

(Saison)Fazit: Natürlich gibt es noch weitere Gründe dafür, warum letztlich der Meistertitel (gegen die Scheinbar übermächtigen Gegner aus Laa und Eggenburg) eingefahren werden konnte. Diese werden aber intern besprochen werden. Ebenso die zahlreichen Verbesserungen die vorgenommen werden müssen, um nächstes Jahr in der U13 bestehen zu können. Gemeinsam mit dem verbliebenen halben Duzend U12 Spielern, bildet die U11 nächstes Jahr die U13 des SV Stockerau. Und wird auch dort, aller Voraussicht nach, im Oberen Playoff spielen.
Vielleicht noch ein paar Worte zur vergangenen Saison.
Der Meistertitel ist auf Grund der genannten Aspekte sicherlich verdient. Das Ziel für diese Saison war eine Verbesserung gegenüber der Vorsaison. Qualitativ und quantitativ. Qualitativ hat man ohne Zweifel zugelegt: Noch mehr Ballbesitz, ein noch besserer Spielaufbau, noch besseres Kombinationsspiel usw. In dieser Hinsicht konnte die Lücke zu Laa und Eggenburg also geschlossen werden.
Auch quantitativ liegt die Verbesserung auf der Hand: 7 Siege, zwei Unentschieden und nur eine Niederlage, somit 23 Punkte(Herbst 19) und der Meistertitel. 37 geschossene Tore(Herbst ebenfalls 37) und NUR 12 Gegentore(Herbst 29(!))

Besondere Erwähnung sollte an dieser Stelle auch die Meisterfeier finden. Die Eltern der Spieler organisierten eine riesige Saisonabschluss- und Meisterfeier für die U11/U12. Alle Eltern waren recht herzlich eingeladen. Schnitzel, Cevapcici, Kotelette, Donuts, eine riesige Torte und noch vieles mehr sorgten für einen perfekten Saisonabschluss. Die Spieler bekamen (von Jugendleiter Martin Haselmayr) Medaillen, Urkunden und die obligatorischen Meistershirts überreicht und werden noch länger an diesen Abend zurückdenken.

Eines noch: Besondere Grüße an die Mannschaften Eggenburg und Laa. Die Arbeit der Trainer Gumpoldsberger (SKE) und Oberrenzer (Laa) und ihren Mannschaften wird seitens des SVS sehr geschätzt. Wir möchten uns an dieser Stelle für die spannenden Spiele und vor allem für die anerkennenden Worte bedanken. Auch die Mannschaft aus Langenzersdorf sollte nicht unerwähnt bleiben. Die Spieler und deren Trainer waren unmittelbar nach dem Schlusspfiff die ersten Gratulanten. Schade, dass wir nächstes Jahr keine U12 stellen und uns nicht mehr miteinander messen dürfen.

 

Stockerau spielte mit: Jukl; Vanek, Schlee(K), Knezevic; Bellak(Zeman), Jenciragic, Simandl(Buljan), Rahic(Holzer); Krusic(Katarinic, Tairi)

Torfolge: 1:0 Krusic, 2:0 Krusic, 3:0 Krusic, 4:0 Krusic, 5:0 Jenciragic, 6:0 Jenciragic

9. Runde: SV Stockerau – 1. FC Bisamberg 3:2 (2:1)

Dienstag, 14.6.2011, 16:30, Alte Au (Stockerau)

Die Nerven zu bewahren…

… galt es im Duell mit dem Bezirksrivalen Bisamberg, vergangenen Dienstag auf der Alten Au. Warum die Spiele gegen Bisamberg für die Gäste von solcher Brisanz sind, bleibt vielerseits unklar. Einerseits kam man dem Gegner mit zwei Spielverschiebungen im Vorfeld sportlich fair entgegen. Andererseits geht es für die Gäste „um des Kaisers Bärte“.

Der Trainer schien wohl zu ahnen was auf seine Elf, in diesem weiteren Endspiel, zukommen würde.

Wieder einmal schon vor dem Anpfiff der erste kleinere Schock. Torwart Jukl würde aufgrund eines Zeckenbisses nur eine Halbzeit lang durchhalten. Dass er sich in diesem „Alles-oder-Nichts-Spiel“ (wohlgemerkt NUR für den SVS) überhaupt 30 Minuten zwischen die Pfosten stellte, zeigt von Teamgeist. Wieder sollte es Bellak sein, der nach einer sehr überzeugenden ersten Hälfte auf der linken Mittefeldseite in den Kasten wechselte. Wie wertvoll er für diese Mannschaft ist, sollte sich heute abermals beweisen.

Nach kurzem Abtasten, dominierte der SVS die 1. Spielhälfte. Vor allem die Balleroberungen durch Simandl/Jenciragic zerstörten die Angriffsbemühungen der Gäste immer wieder. Diese Balleroberungen, gefolgt von vier, fünf kurzen Ballstafetten und dem Pass auf die schnellen Krusic, Rahic und Bellak waren es, die uns eine Pausenführung verschafften. Nach tollem Solo von Bellak über halblinks, griff der Verteidiger der Bisamberger zum regelwidrigen Mittel des Foulspiels. Jenciragic verwandelte diesen ebenso souverän, wie Simandl einige Minuten später, nach Foul an Krusic. Ein durchaus haltbarer Fernschuss sorgte dafür, dass die Gäste zwischen den Strafstößen auch „anschrieben“. Jedoch zeigte der Torwart eine seiner besten Saisonleistungen, in dem er mehrere Flanken abwehren konnte und entscheidende Bälle festhielt.

Noch während der ersten Spielhälfte wurden der Torwart und der linke Flügel der Gäste vom Schiedsrichter ermahnt. Im zweiten Durchgang hatte der Schiedsrichter dann alle Hände voll zu tun. Er war jedoch immer Herr der Lage, obwohl er die Seitenoutentscheidungen zusehens selber treffen musste. Auch bei den meisten kleineren Nickligkeiten entschied er richtig.

Fußball gespielt wurde auch: Jenciragic traf quasi mit Anpfiff, in dem er einen der schönsten Spielzüge dieser Saison mit „Stanglpass“ abschloss, zum 3:1. Von den vielen Fouls und der aufkommende Unruhe ließen wir uns zwar nur im geringen Maße anstecken, jedoch sollte es reichen um nicht mehr ins gewohnte Spiel zurückzufinden. Beide Mannschaften agierten nur noch mit langen Bällen, wodurch das Mittelfeld ständig überschossen wurde und somit keine Balleroberungen vorzuweisen hatte. Worunter auch der Spielaufbau litt. Ein unhaltbarer Schuss von Deinhammer sorgte für den Anschlusstreffer in der 41. Minute. Einige Minuten später, folgte der ganz große Auftritt von Bellak. Diesmal hielt er, einen ähnlichen Schuss und wurde zum heimlichen Matchwinner. Bisamberg kam nicht mehr gefährlich vors Tor. Vielleicht wäre ein unentschieden auch unverdient gewesen, jedoch ist der Fußball dafür bekannt, nicht immer „fair“ zu sein.

Fazit: Ein großes Lob an die Mannschaft, die dem hohen Druck ein weiteres Mal stand hielt. Druck der nicht durch die spielerische Überlegenheit der Gäste, wohl aber durch deren emotionale, teilweise auch körperliche Entgleisungen entstand. Druck der auch durch die Tabellensituation entstand. Druck den sich die Spieler selber auferlegen wollten, mit dem Wissen um die einmalige Chance den Meistertitel zu erreichen.

Schade, dass ein offener Schlagabtausch und ein Fußballspiel auf hohem spielerischen Niveau mit/gegen Bisamberg abermals ausblieb. Die Spieler des 1. FC Bisamberg haben absolut das Zeug dem SVS Paroli zu bieten. Die Mannschaft ist gespickt mit hervorragenden Spielern. Die Gründe für die Niederlage, lagen an diesem Tag keinesfalls an den größeren fußballerischen Fähigkeiten der Stockerauer.

Ein letztes Mal müssen wir nächsten Dienstag (21.6.2011; 18:00) im Heimspiel gegen Langenzersdorf dem Druck standhalten. Gewinnt man, ist man endlich am Ziel!

Stockerau spielte mit: Jukl(Bellak); Vanek, Schlee(K), Knezevic; Bellak(Holzer), Jenciragic, Simandl, Rahic(Zeman); Krusic
(Nicht eingesetzt: Buljan)

Torfolge: 1:0 Jenciragic (Strafstoß), 1:1 Steiner, 2:1 Simandl (Strafstoß), 3:1 Jenciragic, 3:2 Deinhammer

8. Runde: SC Laa/Thaya – SV Stockerau 3:3 (1:1)

Sonntag, 22.5..2011, 10:30 Sportplatz des SC Laa/Thaya (Laa)

 

Ein Kampf auf biegen und „brechen“...

…erwartete den SVS am Samstag auf der Sportanlange des SC Laa/Thaya. Im wahrsten Sinne des Wortes. Denn vor dem Spiel die erste Hiobsbotschaft für die Bell-Elf – Torhüter Strauss, der den bei der U12 spielenden Jukl vertreten sollte, fiel mit Kreislauf- und Magenproblemen für das wichtige Spiel aus. Die Hitze hatte an diesem Tag somit ein erstes Mal „zugeschlagen“. Auch zum ersten Mal an diesem Tag, kam der unbändige Teamgeist des SVS zu tragen. Offensivspieler Bellak zog sich die Tormannhandschuhe an und sollte seine Sache hervorragend machen und somit ein Garant für den Erfolg sein.

Der Schlüssel zum Erfolg schien an diesem Tag klar: Es galt Piswanger aus dem Spiel zu nehmen. Wohl wissend, dass dies bei seinem Können unmöglich werden würde. Das Spiel begann vielversprechend, doch Krusic und Jenciragic scheiterten am starken Torhüter der Gastgeber. Die Taktik von Laa-Coach Oberrenzer sollte sich aber schon bald bezahlt machen. Einen kurzen Moment konnte Piswanger sich zum ersten Mal lösen, eines seiner Solos ansetzen, der besten Abwehr der Liga enteilen und zum 1:0 treffen. Laa spielte hervorragend ohne gefährlich vors Tor zu kommen und so kam auch Stockerau zu sehr wenigen Torchancen, wobei das Kurzpassspiel dennoch geduldig aufgezogen wurde. So gelang es doch noch, eine Lücke in die perfekt eingestellte Gäste-Abwehr zu reißen. Simandl bediente den auffälligsten Akteur auf dem Platz, U10-Stürmer Holzer – 1:1.

Zur Pause wurde die Mannschaft auf die wichtigsten 30 Minuten der Saison eingeschworen. Man brauchte einen Punkt um sich die Chance auf den Meistertitel nicht entgehen zu lassen.

Jedoch begann die 2. Halbzeit mit einem Paukenschlag. Obwohl die Abwehr Piswanger über weite Strecken im Griff hatte, entwischte er doch noch ein einziges Mal. Wieder ein Solo, wieder ein Tor. Untypisch für die Defensive der Stockerauer bekam man in einer der folgenden Aktionen den Ball nicht weg und ermöglichte Tahirovic eine Einschussmöglichkeit. Somit schien der Käse gegessen – 3:1. Der Trainer und die Spieler – so schien es zumindest – glaubten selbst nicht mehr an eine Aufholjagd, zum einen weil die Mannschaft in der 2. Halbzeit noch nicht vernünftig in ihr Spiel gefunden hatte, zum anderen weil kein Auswechselspieler zur Verfügung stand.

Ausgerechnet Jenciragic (extrem gehandicaped mit Gips) und der U10 Spieler Holzer (in seinem 1. Meisterschaftsspiel für die U11) waren es, die den Ton vorgaben. Vor allem gegen die Schnelligkeit Holzers hatten die Gastgeber kein Mittel. Immer wieder tankte er sich, von Jenciragic mit genialen Pässen gefüttert, bis auf die Grundlinie durch und holte Eckball um Eckball heraus. Plötzlich ging ein Ruck durch die Mannschaft. Eine unfassbare Energieleistung und eine selten gezeigte Ballsicherheit in den Kombinationen ermöglichten dem SVS einzelne Chancen. Krusic verwertete in der 52. eine davon, zum 3:2 Anschlusstreffer.

Die Hitze hatte den Spielern jedoch mittlerweile alles abverlangt. Kapitän Schlee konnte kaum noch stehen, klagte über Bauchschmerzen und Übelkeit. Jenciragic pumpte sich völlig aus, übergab sich später sogar. Doch trotz alledem wollten die Spieler, das Ergebnis auf der Anzeigetafel nicht akzeptieren. Vielleicht ist dieser Willen und das Wissen um die Chance auf den erstmaligen Meistertitel, der Grund, warum Rahic einen Eckball von Jenciragic in der letzten Spielminute, zum 3:3 verwertete. Mit Taktik, Vorgaben des Trainers, Fehlern des Gegners ist so eine Wende jedoch nicht mehr zu erklären.

Fazit: An dieser Stelle gibt es eigentlich keine Worte dafür, was die Spieler an diesem Tag geleistet haben. Denn die Gastgeber aus Laa spielten über nahezu die gesamte Spieldauer  ihr Spiel. Der Ball wurde, ähnlich wie auf Stockerauer Seite, sicher und schnell von einem Spieler zum anderen weitergespielt. Jedoch war die Oberrenzer-Elf feldüberlegen. Nicht zuletzt durch die guten Anspiele auf Piswanger, welcher eine Hintermannschaft alleine beschäftigen kann. Im entscheidenden Moment jedoch, damit sind die letzten 10-15 Minuten dieses Spiels gemeint, war es der SVS der das Kommando übernahm und „last-minute“ ausglich.

Für die Mannen um Kapitän Piswanger sicher eine gefühlte Niederlage. Zwar steht man mit 20 Punkten noch immer an der Tabellenspitze, jedoch hat man keine Möglichkeit mehr das Punktekonto aufzubesser. Mit Stockerau, Eggenburg und Laa können nun immer noch DREI Mannschaften Meister werden. Ein Beleg dafür welch würdige Konkurrenten Eggenburg und Laa in dieser Saison für den SVS sind und waren. Jeder der drei Mannschaften hätte sich den Meistertitel auf Grund der gezeigten Leistungen absolut verdient. So kann der SVS mit zwei Siegen zum Saisonabschluss den aller ersten Meistertitel feiern; Serienmeister Eggenburg sich durch einen kleinen „Umfaller“ des SVS erneut die Krone aufsetzen; oder die Oberrenzer-Elf bei Niederlagen von Eggenburg UND Stockerau am Ende feiern.

ES KANN NUR EINEN GEBEN!

 

Stockerau spielte mit: Bellak; Vanek, Schlee(K), Knezevic; Holzer, Jenciragic), Simandl, Rahic; Krusic

 

Torfolge: 1:0 Piswanger, 1:1 Holzer, 2:1 Piswanger, 3:1 Tahirovic, 3:2 Krusic, 3:3 Rahic

7. Runde: NSG Retz – SV Stockerau 1:8 (0:1)

Sonntag, 22.5..2011, 10:30 Sportplatz SC Retz (Retz)

Der innere Schweinehund…

… war es, welchen es zu überwinden galt um in diesem Match drei Punkte mitzunehmen. Bis zur Pause konnte man jedoch nicht erkennen, welcher Mannschaft dies gelingen würde. Am Ende machte sich – einmal mehr – die harte Trainingsarbeit bezahlt.

Unter der Woche zog sich Spielmacher Jenciragic einen Bruch des kleinen Fingers zu. Eine Hiobsbotschaft in dieser Phase der Saison. Will man den Meistertitel erstmals nach Stockerau bringen, ist so ein Ausfall nur sehr schwer zu kompensieren. Jedoch zeigte sich die Mannschaft gut aufgelegt. Die Wetterbedingungen – Mittagshitze – ließen dieses Spiel schnell zu einer Willenssache werden.

In einer vollkommend ausgeglichenen ersten Halbzeit war es der SVS, der als erstes „anschrieb“. Eine herrliche Aktion über Simandl, Knezevic, und Bellak, wusste Krusic zu vollenden. Jedoch spielte die NSG Retz gut mit. Einzig und allein der neuerlich kompakten Defensive war es zu verdanken, dass „die Null“ abermals stand.

In der zweiten Halbzeit konnte man den Spielfluss der Gastgeber komplett stoppen und Krusic erzielte mit 2 schönen Sololäufen die Tore zum 0:2 und 0:3.

Ganz besonders zu erwähnen sind, dass sich die zuletzt starken Leistungen von Buljan und Tairi auch auf dem Spielbogen wiederfinden. Buljan erzielte sein Tor nach einer unnachahmlichen Balleroberung, Tairi nach einer der schönsten Aktionen der gesamten Saison – in Toni Polster-Manier – das 0:5. Kapitän Schlee wurde zu diesem Zeitpunkt längst für die kommenden Aufgaben geschont, was prompt den einzigen Wehrmutstropfen bedeutete: ein dummes Gegentor zum 1:5.

Krusic, der unbedingt wieder aufs Spielfeld wollte, krönte seine Leistung mit zwei weiteren Toren. Das 7:1 gar nach einem Eckball, was dem SVS bis dato noch nicht gelungen war. Den Schlusspunkt setzte Bellak mit einem satten Schuss, nach klasse Dribbling.

 

Fazit: Besonders erwähnenswert sind die Tore von Tairi und Buljan, über die sich die Mannschaft und vor allem das Trainerteam sehr freute. Besonders am Beispiel dieser beiden Spieler, kann man den enormen Leistungssprung der Mannschaft nachvollziehen. Das Gegentor wiederrum ist den Trainern ein Dorn im Auge. Jedoch sind die bisherigen (NUR!) 7 Saisongegentore im Jugendbereich absolut unüblich, und suchen ihresgleichen. Am heutigen Tag muss auch die Offensive gelobt werden, die fast alle Angriffe perfekt zu Ende spielte.

Ein Letztes: Das Trainerteam konnte beobachten, wie sich – auf Grund der Hitze und auf Grund des (1. Halbzeit) sehr stark eingestellten Gegners – eine gewisse Unzufriedenheit innerhalb der Mannschaft breit machte. Diese konnte man in der Halbzeit aus den Köpfen der Spieler streichen. Trotzdem müssen die Spieler lernen, dass man nicht jede Partie von Anfang an dominieren kann. Man muss einen Gegner langsam „zermürben“ und zur Verzweiflung bringen. Und das funktioniert immer nur, wenn die Spieler die Vorgaben umsetzen und dem Gegner das gewohnte Kombinationsspiel aufzwingen. Auch, oder gerade weil, jeder Gegner im Stande ist, uns über eine gewisse Spieldistanz Paroli zu bieten. 

 

Stockerau spielte mit: Jukl; Vanek, Schlee(K), Knezevic; Katarinic, Bellak(Buljan), Simandl, Rahic(Zeman); Krusic(Tairi)

 

Torfolge: 0:1 Krusic, 0:2 Krusic, 0:3 Krusic, 0:4 Krusic, 0:5 Buljan, 1:5 Ljimani, 1:6 Krusic, 1:7 Krusic, 1:8 Bellak

6. Runde: SV Stockerau – NSG Eggenburg 5:1 (3:0)

Samstag, 07.5..2011, 10:30 Alte Au (Stockerau)

 

Der verdiente Lohn!

 

Einen Tag nach dem die U12 das „Wunder von Stockerau“ verpasste (und mit 3:1 gegen die SV Horn unterlag) war am Samstag die U11 an der Reihe. Nach dem 0:8 und dem 2:4 vergangene Saison und nach dem 1:2 im diesjährigen witterten der SVS die Chance, diesmal die kleine Sensation zu schaffen und gegen den übermächtigen Gegner aus Waldviertel endlich einmal zu gewinnen!

 

Das Trainerteam Bell/Pöhl konnte auf den gesamten Kader zurückgreifen. Die Entscheidung dem unerfahrenen Torwart Jukl in so einem Spiel das Vertrauen zu schenken sollte sich bezahlt machen. Klar war aber auch, dass bei einer hohen Halbzeitführung, Spielmacher Jenciragic ins Tor wechseln würde um den Sieg festzuhalten.

 

Das Match begann jedoch, wie laut Reglement vorgesehen, bei 0:0. Taktische vorgaben vom Trainerteam gab es in Hülle und Fülle, jeder Spieler hatte seine Aufgaben zu erfüllen. Eine der stärksten Waffen ist die Balleroberung und das sofortige Spiel in die Spitze. Tor 1 fiel jedoch aus einem Tormannfehler, der den Ball vor die Füße von Krusic spielte. Tor 2 ebenfalls durch Krusic, er eroberte den Ball vom Verteidiger und ließ dem Torhüter keine Chance.

Seine überragenden Leistungen in der bisherigen Saison, krönte Simandl mit einem Traumtor zum 3:0 Halbzeitstand. Er behielt an der Strafraumgrenze die Ruhe und drosch den Ball unhaltbar ins Kreuzeck.

 

Zwischendurch gelang es Torwart Jukl einen Strafstoß der Gäste zur vereiteln. Somit ging es wie vom Trainerteam geplant mit einer 3 Tore-Führung in die Pause. Jenciragic wechselte ins Tor und hielt zwei Bälle in unnachahmlicher Manier. Vorne Sorgen die Sturmläufe von Krusic für Entlastung. Er war es auch, der mit zwei weiteren Treffern auf den einzigen Treffer der Gäste antwortete

 

Fazit: Was bis vor ein paar Wochen niemand für möglich hielt, ist diesmal passiert. Ein Sieg gegen „Klassenprimus“ Eggenburg, an einem Tag an dem einfach alles gepasst hat. Auch das Glück war uns in vielen Situationen hold. Für dieses Spiel, sowie für das Spiel tags davor gegen Horn (U12) gibt es eigentlich keine Worte. Es ist gelungen die Lücke zu den Top Teams zu verkleinern und teilweise sogar zu schließen.

 

In die Favoritenrolle für die Meisterschaft lassen wir uns jedoch nicht drängen. Diese Rolle gebührt weiterhin Eggenburg. Wichtig ist nur, dass die Mannschaft(en) des SVS weitere, riesige Schritte nach vorne machen. Eine enorme Entwicklung ist im letzten Jahr sichtbar geworden. Diese gilt es aber kontinuierlich voranzutreiben.

 

Stockerau spielte mit: Jukl(Jenciragic); Vanek, Schlee(K), Knezevic; Bellak, Jenciragic(Zeman, Buljan), Simandl, Rahic; Krusic(Tairi)

 

Torfolge: 1:0 Krusic, 2:0 Krusic, 3:0 Simandl, 3:1 Retzer (Strafstoß), 4:1 Krusic, 5:1 Krusic

5. Runde: SV Langenzersdorf – SV Stockerau 0:2 (0:1)

Und täglich grüßt das Murmeltier…

 

Man wusste seitens der Stockerauer um die Defensivkünste der Langenzersdorfer, hatten sie immerhin Eggenburg den einzigen Punktverlust der Saison hinnehmen lassen. Auf dem unbespielbaren Platz wollte man dennoch zeigen, dass man die Fähigkeiten hat, die dichte Staffelung der Hausherren zu durchbrechen. Das man auf Torwart Jukl verzichten musste (und damit wie so oft, einen Feldspieler vorgeben musste), sollte sich an diesem Tag nicht negativ auswirken.

 

Vorweg: Es sollte das erste Spiel werden, in dem der SVS dem Spiel über volle 60 Minuten seinen Stempel aufdrücken konnte. In der ersten Halbzeit ergaben sich zahlreiche Chancen, über die Rechte Seite, wo der starke Rahic seine Gegenspieler ein ums andere mal „alt aussehen“ ließ. Das 1:0 ergab sich jedoch aus einer Aktion, die zwar nicht sonderlich gefiel, aber das Durchsetzungsvermögen und den Willen Krusics zeigte.

 

Nachdem Kapitän Schlee den Ball (wieder einmal) wunderbar ins Mittelfeld, auf den entgegenkommenden Stürmer spielte, setzte dieser zum Dribbling an. Dabei verlor er den Ball eigentlich zwei Mal bereits, scheiterte sogar noch am Tormann, am Ende war der Ball aber trotzdem im Tor.

 

Im gesamten zweiten Spielabschnitt konnten wir – erstmals in dieser Saison(!) – das enorme Tempo weitergehen. Durch die Herreinnahme von Bellak (er stand in der 1. HZ im Tor) ins Sturmzentrum und die Beorderung von Krusic ins linke Mittelfeld erhöhten sich Tempo und Spielwitz sogar noch. Langenzersdorf muss aber ein Kompliment ausgesprochen werden, da sie sich(wenn auch mit etwas Glück – drei Mal Aluminium) über die gesamte Spieldauer zu verteidigen wussten.

 

Mit dem zweiten Treffer von Krusic, wieder nach einem Sololauf (diesmal aber sehr sinnvollem, weil er nur noch eine 1-gegen-1-Situation vor sich hatte), war die Partie jedoch entschieden und die alte Fußballweisheit („Wenn man sie vorne nicht macht, …“ ) konnte diesmal nicht bestätigt werden.

 

Fazit: Trotz der starken Defensivleistung der Gastgeber, trotz (oder gerade wegen) dem Kurzpassspiel des SVS, hätte in diesem Spiel ein höherer Sieg eingefahren werden müssen.

 

ABER, der SV Stockerau stellt die beste Abwehr der Liga(nur 5 Gegentore). Simandl (aus dem defensiven Mittelfeld) und Schlee (aus dem Abwehrzentrum) dirigieren das Geschehen und sind neben den Außenverteidigern Knezevic und Vanek hauptverantwortlich für die Kompaktheit innerhalb der Mannschaft.

 

Diese geschlossene Mannschaftleistung, diese Kompaktheit und mehr Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Drei unerlässliche Faktoren für einen Sieg am nächsten Samstag, 10:30 Uhr, im Heimspiel gegen Eggenburg.

 

Stockerau spielte mit: Bellak(Tairi); Vanek, Schlee(K), Knezevic; Zeman(Bellak), Jenciragic, Simandl, Rahic; Krusic

 

Torfolge: 0:1 Krusic, 0:2 Krusic

4. Runde: SV Stockerau – Laa/Thaya 2:2(2:0)

Sonntag, 17.4.2011, 10:30 Alte Au (Stockerau)

 

Mangelnde Chancenauswertung bringt den SVS um wertvolle Punkte im Spitzenspiel.

 

15:0 Tore aus den ersten 3 Spielen, folglich 9 Punkte und einen Rucksack voll mit Selbstvertrauen. Selten reiste ein Gegner unter diesen Voraussetzungen in die Lenaustadt.

Doch das Spiel verlief überhaupt nicht nach Plan für die Oberrenzer-Elf.

 

Von Beginn an sah man das gewohnte Kurzpassspiel der Heimischen, ein schnelles Umschalten auf Offensive und eine abermals erstklassige Abwehrreihe. Folglich konnte eine klare Feldüberlegenheit festgestellt werden. Der beste Torschütze der vergangenen Saison, Piswanger, sollte in den ersten 45 Minuten keinen einzigen Torschuss abgeben.

So war es wenig überraschend, dass es mit einer Führung der Hausherren in die Kabinen ging.

 

Nach einem unserer zahlreichen Tempo-Spielzüge über die starken Außenbahnspieler (Rahic, Zeman; in weiterer Folge Katarinic, Bellak, Krusic) musste der 1,65 Riese im Tor der Laaer endlich hinter sich greifen: Katarinic (der im 3. Spiel als Joker die 3. Torbeteiligung verbuchte) setzte die Verteidigung nach Bellak Flanke unter Druck. Der „Rebound“ landete bei Jenciragic, der keine Mühe hatte.

 

Der zweite Treffer erfolgte wieder nach einem Angriff über die Seiten. Bellak mit der (zu weiten) Flanke, welche Krusic irgendwie im Spiel halten konnte. Dieser war es auch, welcher den Rechtsverteidiger der Gäste aussteigen ließ und mit einem Stanglpass das Eigentor von Thüringer erzwang.

 

In der zweiten Halbzeit konnten wir erstmals in dieser Saison an die Leistungen aus Durchgang eins anschließen. Die zahlreichen Großchancen wurden ausgelassen; Stürmer verstrickten sich in Dribblings, anstatt den besser Postierten Mitspieler einzusetzen. Und so kam es rund 10 Minuten vor Ende zum Anschlusstreffer durch Piswanger. Ein schwer zu haltender Weitschuss.

Unmittelbar vor dem Ende foulte Jenciragic - taktisch klug an der Mittellinie - um einen Konter zu unterbinden. Leider hatte man die Rechnung ohne Piswanger gemacht, der den Ball von der Mittellinie scharf, aber nicht unhaltbar zum 2:2 Ausgleich ins Tor drosch.

 

Fazit: Eine „2:2-Niederlage“ gegen harmlose Laaer, welche auf die schwache Chancenauswertung zurückzuführen ist. Die erfolgreichen Angriffe über die Seiten wurden mit Fortdauer des Spiels weniger, das Tempo des Spiels hielten wir aber trotzdem sehr hoch.

Am Ende kann man aber nicht von einem unverdienten Punktgewinn für die Gäste sprechen, da Laa-Coach Oberrenzer auf einen guten Torhüter zurückgreifen kann, und mit Piswanger einen Stürmer in seinen Reihen hat, der Spiele alleine entscheiden kann.

 

Wenn man sich die Quote des Gäste-Stürmers vor Augen führt (er versuchte es mit drei Schüssen, zwei davon waren drin‘) und mit sie mit unserer Chancenauswertung vergleicht, weiß man warum man nicht mit drei Punkte in die Osterferien geht, sondern nur mit einem. Andererseits sorgen Schüsse nahe der Mittellinie normalerweise für keine Torgefahr, was ein Indiz für die Qualität des Stürmers und/oder die Unerfahrenheit unseres Schlussmannes ist. Letztere gilt es nun mit sehr viel Training wettzumachen, um das Ziel (5 Siege aus den letzten 6 Spielen) zu erreichen.

 

Stockerau spielte mit: Jukl; Vanek, Schlee(K), Knezevic; Zeman(Bellak), Jenciragic, Simandl, Rahic(Katarinic); Krusic

3. Runde: 1. FC Bisamberg – SV Stockerau 1:3 (1:3)

Sonntag, 10.3.2011, 10:00 Sportplatz Bisamberg 1. Fc (Bisamberg)

Erneut starke Abwehr und starkes Krusic-Comeback im Derby!

Die Bell/Pöhl-Elf musste die Absenz von Rechts-Verteidiger Knezevic (Auslandsaufenthalt) kompensieren. Aus diesem Grund wurde Sturmspitze Bellak in die Verteidigung zurückbeordert und Krusic feierte sein Comeback als Solo-Spitze. Das Spiel begann vielversprechend.

5. Spielminute: Jenciragic wird nahe der Mittellinie gelegt – Freistoß. Die große Distanz scheint Krusic, der erstmals nach Krankheit wieder im Kader stand, nicht zu kümmern. Er hämmert den Freistoß kompromisslos unter die Latte.

Der Ausgleich durch Tolou Tehrani, nach einem Torwartfehler von Jukl (unser erst 3. Gegentor in dieser Saison), beirrte uns ins keiner Weise. Unser gewohntes Kurzpassspiel wurde wieder aufgezogen und die Gastgeber hatten in weiteren Verlauf der ersten Halbzeit nur wenig entgegenzusetzen. Einzig in den letzten beiden Minuten kam etwas Hektik in die Partie. Durch einen Stellungsfehler von Bellak und einem aufgenommenen Rückpass (indirekter Freistoß), kamen die Gastgeber zu zwei Chancen.

Zu diesem Zeitpunkt stand es aber bereits 3:1. Da in der 15. Minute Krusic (nach herrlicher Balleroberung und Sololauf von Jenciragic) ebenso netzte, wie in der 27. Minute Katarinic.

Das 3:1 war zugleich die schönste Aktion des Spiels. Rahic lässt einen Einwurf von Bellak prallen, dieser spielt auf Krusic, welcher den Ball geschickt gegen die Verteidiger abdeckt und irgendwie zum freistehenden Katarinic durchsteckt. Der U10-Stürmer traf wuchtig und platziert aus 10 Metern.

In der zweiten Spielhälfte wehrte sich Bisamberg dann gegen die Niederlage und war aggressiver in den Zweikämpfen, was unser Spiel etwas hemmte. Das Spiel verflachte und die Gastgeber konnten ihr leichtes Chancenplus ebenso wenig in Tore ummünzen wie der SVS.

Fazit: Am Ende steht ein verdienter Sieg gegen den Bezirksnachbarn aus Bisamberg. Kapitän Schlee organisierte seine Abwehr größtenteils hervorragend. Auch die neu erarbeitete Zuteilung bei den Eckbällen klappte diesmal perfekt. Einziger Wehrmutstropfen bleibt, dass es noch nicht ganz gelingt, einen Gegner spielerisch KOMPLETT abzuservieren und die spielerischen Topleistungen aus den ersten 30 Minuten in die zweiten 30 Minuten mitzunehmen.

Nächste Woche (Sonntag, 10:30) gastiert der ungeschlagene Tabellenführer Laa (9 Punkte, 15:0 Tore) in Stockerau. Sollte uns gegen die „Nordlichter“ ein Sieg gelingen, sind wir wohl endgültig zum absoluten Favoritenkreis um den Meistertitel zu zählen, dazu ist aber eine Leistungssteigerung erforderlich. Die ersten Halbzeiten der bisherigen drei Saisonspiele sollten als Anhaltspunkt dafür herangezogen werden.

Stockerau spielte mit: Jukl; Vanek, Schlee(K), Bellak; Zeman(Katarinic), Jenciragic, Simandl, Rahic(Buljan); Krusic(Tairi)

Torfolge: 0:1 Krusic, 1:1 Tolou Tehrani, 1:2 Krusic, 1:3 Katarinic

2. Runde: SV Stockerau – NSG Retz 4:0 (3:0)

Sonntag, 3.3.2011, 10:30 Alte Au (Stockerau)

Fußball in Reinkultur gegen Liganeuling Retz!

Nachdem Torhüter Jukl erstmals spielberechtigt war, konnte der Trainer (bis auf den noch nicht ganz fitten Krusic) aus dem Vollen schöpfen.

Das gewohnte Kurzpassspiel und das zermürben des Gegners mit dem überwiegenden Ballbesitz wurde als Taktik ausgegeben und auch so gut wie selten umgesetzt.

Speziell in der ersten Halbzeit zeigte die Mannschaft die wahrscheinlich beste Leistung seit dem Umstieg auf das „verkleinerte Großfeld“. Der Gegner wurde mit zahlreichen Ballstafetten und Spielzügen beschäftigt und unsere Flügelspieler (die eine hervorragende Leistung zeigten) wurden optimal freigespielt.

Den Torreigen eröffnete Jenciragic, wie bei den Spielen im Herbst schon des Öfteren gesehen, mit einem Aufsitzer, der durch den feuchten Boden unhaltbar war. Vorrausgegangen war ein erfolgreiches Pressing von Sturmspitze Bellak. Grundsätzlich ist zu erwähne, dass nahezu alle (!) Zweikämpfe gewonnen wurde, was wie so oft der Grundstein für ein erfolgreiches Spiel war.

Das zweite Tor (vom Schiedsrichter als Eigentor notiert), resultierte aus einer schönen Kombination mit anschließendem Weitschuss. Dieser wurde vom Tormann zwar sensationell pariert, jedoch reagierte Rahic am schnellsten und drosch den Ball (unter Mithilfe von Retz-Verteidiger Maksuti) in die Maschen.

Für den Trainer besonders erfreulich war das 3:0 kurz vor der Pause. Nach deinem Dribbling von Bellak, welches mit einem Einwurf für uns endete, schaltete er – wie in den letzten Wochen oftmals trainiert und gefordert – blitzschnell um. Bellak warf den Ball ohne nachzudenken in den Lauf von Spielmacher Jenciragic, der die völlig überraschte Abwehr mit nur einem Ballkontakt (Kopfballmitnahme) komplett ausschaltete und alleine vor dem 
Gästetorhüter keine Mühe mehr hatte.

In der 2. Halbzeit war, durch die Spielerwechsel bedingt, der Spielfluss etwas dahin, jedoch wurde Neo-Goalie Jukl nur einmal ernsthaft geprüft – er bestand mit Bravur.

5 Minuten vor Schluss durfte Jenciragic dann den Hattrick schnüren. Er traf nach einem sehenswerten Freistoß zum 4:0 Endstand.

Fazit: Ein, auch in dieser Höhe, verdienter Sieg der Heimmannschaft. Die Taktik wurde abermals von der ersten bis zur letzten Minute umgesetzt, was letztlich (neben den gewonnen Zweikämpfen) auch zum Erfolg führte.

Besonders hervorzuheben ist die Defensivabteilung rund um Kapitän Schlee. Die wenigen Angriffsversuche der Gäste verpufften in unserer starken Verteidigung. Außerdem zeigte Simandl als Bindeglied zwischen Abwehr und Mittelfeld die gewohnte Leistung und wächst immer mehr in die Führungsrolle hinein. Die starke Offensive (inkl. Flügelspieler) wird mit der Rückkehr von Krusic einen weiteren Leistungsschub machen!

Stockerau spielte mit: Jukl; Vanek, Schlee(K), Knezevic; Zeman(Buljan), Jenciragic, Simandl, Rahic(Tairi); Bellak

Torfolge: 1:0 Jenciragic, 2:0 Eigentor(Maksuti), 3:0 Jenciragic, 4:0 Jenciragic

1. Runde: NSG Eggenburg – SV Stockerau 2:1 (1:0)

Sonntag, 27.3.2011, 10:30 SKE-Stadion (Eggenburg)

Der Riese wankte, aber er fiel nicht!

Nach einer sehr langen und intensiven Vorbereitung auf die neue Saison, war es vergangenen Sonntag endlich so weit. Der Meisterschaftsauftakt in Eggenburg – beim amtierenden Meister – stand auf dem Programm.

Die Ergebnisse aus dem Herbst sollten uns Mut für diese schweren Aufgaben machen. Zwar ging das letzte Aufeinandertreffen mit 2:4 verloren, jedoch konnte man das Spiel über einen langen Zeitraum offen gestalten und sogar zweimal in Führung gehen.

Im letzten Moment verschlechterten sich die Vorzeichen jedoch drastisch. Tairi musste wegen eines Auslandsaufenthaltes passen, Krusic war an Fieber erkrankt und hinter der Torwartposition stand wie so oft ein Fragezeichen. Spielmacher Jenciragic übernahm die Position des Torhüters, was zwar eine deutliche Stärkung der Defensive zur Folge haben sollte, jedoch war dem Trainer schon vor dem Spiel klar, dass eine andere Taktik, als die gewohnte herhalten müsse.

Die Wahl fiel auf eine – für das Auge – unschön anzusehende Taktikvariante, welche aber durchaus von Erfolg gekrönt sein hätte können.

Da man in der Defensivabteilung mit Jenciragic (Tor), Kapitän Schlee (Libero), Neuzugang Vanek (links) und Knezevic (rechts) in der stärksten Besetzung antrat, lautete die Devise: Hinten dicht zu machen, auf Konter zu lauern und das Spiel des Gegners zu „zerstören“.

Das Mittefeld um Stratege Simandl hatte vorwiegend Defensivaufgaben zu erfüllen, bei Ballgewinn unmittelbar auf Konter zu spielen und Sturmspitze Bellak in Szene zu setzen.

Lediglich die ersten 15 Minuten hatte man – das ein oder andere Mal – etwas Glück bei den Vorstößen der Eggenburger Gastgeber. Auch unser Konterspiel funktionierte in dieser Phase nicht wie geplant, da Bellak krankheitsbedingt nicht das Tempo gehen konnte, welches notwendig gewesen wäre. Nach dem Führungstor der Gastgeber und der Einwechslung von U10-Rakete Katarinic glückte das taktische Experiment.

Bellak wurde – um die „tödlichen“ Steilpasses zu forcieren ins Mittefeld beordert und Katarinic rührte auf der Position des Stürmers gewaltig um. Eggenburg fand über das ganze Spiel absolut kein Mittel gegen ihn. Auch die Defensivabteilung gewann jetzt fast jeden Zweikampf und die Bälle wurden rasch in die „Gasse“ gespielt. Katarinic tauchte etwa ein halbes Dutzend Mal alleine vor dem Eggenburger Schlussmann auf. In der 41. Minute durfte er sich dann in die Schützenliste eintragen. Balleroberung, 2-3 schnelle Zuspiele, direkter Pass in die Tiefe und schon klingelte es im Tor des ansonsten überragenden Torwartes der Gastgeber.

Eine Minute später entschied dann Ausnahmekönner Ausz die Partie. Mit einem ebenso sehenswerten wie unhaltbaren Freistoß, überlistete er den – ebenfalls überragenden – Jenciragic.

Fazit: Eine, trotz der katastrophalen Personalsituation, sensationelle Leistung unserer Kicker blieb unbelohnt. Das gewohnte ruhige Passspiel, die ansonsten große Dominanz in puncto Ballbesitz, herausgespielte Torchancen; all das musste diesmal ad acta gelegt werden. Die Spieler befolgten die neue Taktik des Trainers nahezu perfekt. Wenn man sich die Tendenz vor Augen führt (0:8, 2:4, 1:2) kann man nur erahnen, was im Rückspiel möglich ist. Wenn Eggenburg in Stockerau gastiert, der Trainer aus dem Vollen schöpfen kann und die Taktik nocheinmal so grandios umgesetzt wird, dann wackelt er vielleicht nicht bloß, sondern fällt.

Stockerau spielte mit: Jenciragic; Vanek, Schlee(K), Knezevic; Zeman, Simandl, Buljan(Katarinic), Rahic; Bellak.

Archiv



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Viel Spass damit!