VERSTÄRKUNG VON RED BULL

Der SV Stockerau verpflichtete Elvis Osmani, der seine fußballerische Ausbildung in Salzburg und Leipzig genoss.

Thomas Schmidt, seines Zeichens Präsident des SV Stockerau, hat einen Teil seines Versprechens wahr gemacht und einen ersten Topspieler in die Alte Au gelockt. Die Rede ist von Mittelfeldspieler Elvis Osmani, der seine fußballerische Ausbildung unter anderem bei Red Bull Salzburg und RasenBallsport Leipzig genoss.

Danach spielte er als Profi für den FC Liefering, ehe es sportlich bergab ging. „Zuletzt war er bei Zwettl und Mannersdorf in der 1. Landesliga engagiert“, so Schmidt, der noch ergänzt: „Aufgrund seiner früheren Stationen ist er ein richtig toller Transfer für uns. Wir freuen uns sehr, dass wir ihn zu uns lotsen konnten.“ Osmani wechselte erst im Winter von den Waldviertlern zu Mannersdorf, wo er coronabedingt keine Chance hatte, sich zu beweisen.

„Jetzt hatte ich einige gute Angebote, auch aus der Regionalliga“, gibt Osmani bekannt. Der 24-jährige Kroate arbeitet inzwischen allerdings hauptberuflich in einer Steuerberatungskanzlei, „und das ist mit der 2. Landesliga deutlich besser vereinbar als mit einer höheren Liga“.

MIT RANGNICK ZUSAMMEN AB NACH DEUTSCHLAND

Als Rückschritt betrachtet er den Wechsel zum SV Stockerau nicht. „Ich merke einfach, dass dieser Verein sehr viel Potenzial hat. Man spürt hier die Geschichte und sie haben sich extrem um mich bemüht. Wir können zusammen viel erreichen.“ Ob er noch mit etwas Wehmut auf seine Zeit im großen Geschäft des runden Leders zurückblickt, beantwortet Osmani wie folgt: „Es war ein unglaubliches Gefühl, dass ich es zum besten Verein Österreichs geschafft habe. Dann hat mein Förderer (Ralf Rangnick, Anm.) Salzburg verlassen. Er wollte mich unbedingt nach Leipzig mitnehmen und ich bin seinem Ruf gefolgt. Leider konnte ich mich dort nicht endgültig durchsetzen.“

Ursprünglich kam Osmani von Simmering aus Wien in den Jugendbereich des FC Red Bull Salzburg, danach durchlief er die hauseigene Akademie. Viele schöne Erinnerungen an diese Phase in seinem Leben sind beim nur 1,63 Meter großen Mittelfeldstrategen trotzdem hängengeblieben. Sein Profidebüt gab er übrigens im Dress der Lieferinger am ersten Spieltag 2015/16 gegen den SK Austria Klagenfurt. Oder noch ein anderes eindrückliches Beispiel: Osmani und seine Mitstreiter spielten damals vor 10.000 Zusehern gegen Hoffenheim um die deutsche U19-Meisterschaft. „Diese Zeit hat mich sehr geprägt. Ich trage noch immer das Red-Bull-Gen in mir, von dem ich weiterhin profitiere.“

Das wiederum kann den Stockerauern nur weiterhelfen, die in der kommenden Spielzeit ähnlich wie Osmani ambitionierte Ziele haben. In den nächsten Wochen sollen übrigens noch weitere Verstärkungen in der Lenaustadt andocken.

© meinfussball.at (Publiziert von Volker Ostermann am 24. Juni 2020)