ZWEI EX-PROFIS FÜR STOCKERAU

Nenad Panic (36) soll beim SV Stockerau vorne für die Tore sorgen, Florian Anderle (30) sie hinten verhindern.

Anfang Juni sprach Stockerau-Obmann Thomas Schmidt noch von seiner Wunschliste mit Neuzugängen, alle Spieler auf dieser Liste hatten zuletzt über der 2. Landesliga gespielt. Zwei Namen darauf dürften Florian Anderle und Nenad Panic gewesen sein.

Anderle, zuletzt wieder Abwehrchef beim SC Retz in der 1. Landesliga, sammelte davor beim FAC Erfahrung in der Zweiten Liga.  „Ich wollte einen ambitionierten Verein, der näher bei meiner neuen Arbeitsstätte in St. Pölten ist, am Freitagabend seine Heimspiele austrägt und akzeptiert, wenn ich beruflich nicht immer da bin“, begründet der mit 1,93 Metern großgewachsene und heiß begehrte Innenverteidiger Anderle, warum seine Wahl auf Stockerau gefallen ist. Der 29-Jährige arbeitet seit Kurzem für die Akademie in St. Pölten als Sportwissenschaftler. Den Kontakt stellte übrigens Neo-Coach Thomas Slawik her, von dem Anderle ebenso begeistert ist wie Präsident Schmidt. Seine Ziele mit den Lenaustädtern sind klar: „So ein Traditionsverein aus so einer großen Stadt sollte vorne mitspielen.“

Aber nicht nur Anderle hat eine Retz- und FAC-Vergangenheit, auch Goalgetter Nenad Panic kickte einst für die Weinstädter und die Floridsdorfer. Über Parndorf kam er schließlich 2015 nach Mannsdorf, wo er bis zuletzt im Sturmzentrum gesetzt war. Mit mittlerweile 36 Jahren ist es nun an der Zeit für ihn, ein wenig kürzerzutreten, der Routinier ist aber dennoch voller Tatendrang. Er formulierte seine Zielemit seinem neuen Verein: „Nächstes Jahr 1. Landesliga, dann Regionalliga Ost und dann in der zweiten Liga gegen Mannsdorf (lacht). Nein, ich weiß nicht, wir haben gesagt es muss nicht sein, aber wenn eine Möglichkeit da ist, werden wir die gerne nehmen. Ich weiß ja gar nicht, wer in der Liga unbedingt aufsteigen möchte. Schauen wir mal, ich möchte schon gerne wieder Meister werden.“

Auch Obmann Thomas Schmidt erwartet sich von seinem Neo-Torjäger viel, streut ihm aber gleichzeitig Rosen: „Er ist ein Garant dafür, dass man vorne mitspielt. Ich glaube, in der Liga sicher einer der besten Spieler.“

Neben Panic und Anderle konnten die Verantwortlichen auch Julian Pollitzer zum Verein lotsen, er war zuletzt in der Landesliga beim SV Langenrohr die Nummer zwei hinter Karl-Heinz Gschwindl. Der Obmann ist freilich guter Dinge: „Jetzt ist der letzte Mosaikstein gesetzt, damit ist das Transferprogramm abgeschlossen. Ich glaube, der Kader ist gut zusammengestellt.“

SCHMIDT: „WOLLEN GANZ VORNE MITSPIELEN“

Die Erwartungshaltung für die kommende Spielzeit schraubte er selbst in die Höhe: „Wir wollten drei – wie man sie auch nennen will – Kracher, und die haben wir mit Anderle, Osmani und Panic auch geholt. Das Ziel ist, ganz vorne mitzuspielen. Ob es uns gelingt, werden wir dann sehen. Aber ich denke, der Grundstein ist gelegt.“

© meinfussball.at (Publiziert von Dominik Siml und Peter Sonnenberg am 8. Juli 2020)